Inhalt

Corona-Krise: 500 Mitarbeiter und über 2.000 Bildungsteilnehmer*innen betroffen

Werkstatt im Kreis Unna: 500 Mitarbeiter und über 2.000 Bildungsteilnehmer betroffen ++ Berufskolleg und Lehrgänge geschlossen ++ Beratungsangebote verstärkt

Eine Bildungswerkstatt im Krisenmodus: Nicht alles geht digital

An normalen Tagen kümmern sich die rund 500 Mitarbeiter*innen der Werkstatt im Kreis Unna mit ihren Tochterunternehmen um über 2.000 Menschen in Berufsvorbereitung, Qualifizierung, Ausbildung und Beschäftigung. Seit vergangener Woche arbeitet die Werkstatt im Krisenmodus gegen Corona. Das eigene Berufskolleg mit 650 Schüler*innen ist geschlossen, die jungen Teilnehmer*innen werden überwiegend digital in virtuellen Klassenräumen unterrichtet. Während die Ausbildung für benachteiligte 90 Jugendliche weiter läuft, mussten rund 50 Bildungslehrgänge für 1.000 Teilnehmer*innen in der Region seit 17. März geschlossen werden. „Wir versuchen den Kontakt zu den Menschen per Telefon oder Mail zu halten und Unterstützung in allen Lebenslagen zu geben“, erklärt Herbert Dörmann, Geschäftsführer der Werkstatt im Kreis Unna. Das ist schwer: „Viele verlieren jetzt soziale Kontakte und den geregelten Lebensalltag. Gerade Langzeitarbeitslose mit vielen persönlichen Problemen sind häufig in der Pandemie extrem gefordert.“

Die Beratungsangebote hat die Werkstatt deshalb stabil gehalten: Die Erwerblosenberatungsstelle (02303 283-135, mail: alz_unna(at)werkstatt-im-kreis-unna.de) ist gerade für neue Betroffene in der Krise wichtig. Die Flüchtlingsberatungsstelle 02303 2805-246 mail: fluechtlingsberatung@werkstatt-im-kreis-unna.de arbeitet ebenfalls weiter. Die Ausbildungsstellen-Vermittlung für 65 Jugendliche wurde auch auf telefonische und digitale Unterstützung umgestellt. Und auch die Jugendwohneinrichtung mit ihrer Über-Nach-Betreuung wird uneingeschränkt weitergeführt.

Nicht zu digitalisieren sind hingegen die Berufsfeld-Erkundungen und Potenzialanalysen, die die Werkstatt sonst für über 3.000 Schüler*innen der allgemeinbildenden Schulen durchführt. „Die praktische Erfahrung in einer Metall- oder Holzwerkstatt ist durch Handy und Tablet nicht zu ersetzen“, sagt der Werkstatt-Geschäftsführer. Im Zuge der Kontaktreduktion geschlossen werden mussten auch die Sozialkaufhäuser und die Tafel, die die Werkstatt bisher über ihre Tochter Signal in Schwerte anbot.

Kleiner Hoffnungsschimmer: Auch gemeinnützige Einrichtungen wie die Werkstatt partizipieren an den Förderungen durch den Rettungsschirm des Bundes. 75 Prozent der bisherigen Zuschüsse will der Bund aus dem Hilfspaket zahlen. Zusätzlich muss für rund 200 Beschäftigte Kurzarbeitergeld beantragt werden. Wobei die Informationslage und die Anforderungen an das Krisenmanagement täglich wechselten, berichtet Dörmann: „Über 100 Erlasse, Rundschreiben, Gesetzesvorlagen, Präzisierungen, Rücknahmen, Neufassungen innerhalb von nur zwei Wochen.“ Und dabei sei die Lage gerade für die Mitarbeiter*innen im Bildungsbereich besonders problematisch: „Es gibt keine komfortablen Vergütungen. Kurzarbeit kann viele an den Rand zum Hartz-IV-Bezug bringen.“

Hintergrund Werkstatt im Kreis Unna:

Unter dem Dach der Werkstatt arbeiten insgesamt sieben Tochterunternehmen für Ausbildung, Beschäftigung und sozialpädagogische Betreuung für benachteiligte Menschen. Rund 1450 Teilnehmer nutzen jährlich die Angebote, 500 Beschäftigte arbeiten in den Bildungs- und Betreuungsangeboten. Neben der Berufsvorbereitung und Berufsorientierung in der Schule engagiert sich die Werkstatt für die Ausbildung und Berufseinmündung nach der Schule. Sie kümmert sich auch mit Umschulungs- und Beschäftigungsangeboten um Menschen, die auf dem ersten Arbeitsmarkt bisher keine Chance hatten. Eine weitere wichtige Zielgruppe sind geflüchtete Jugendliche und Erwachsene, für die die Werkstatt neben Beratungsstellen u. a. auch Wohngruppen und Jugendhilfe-Angebote eingerichtet hat. Am eigenen Werkstatt-Berufskolleg unterrichten 40 Lehrkräfte aktuell rund 600 Schülerinnen und Schüler.

Im Jugendhilfe-Haus der Werkstatt Unna

100 Jugendliche erfolgreich auf den Weg gebracht

Ein Erfolgsmodell zog Bilanz! Am Ende hat unser "Regionales Ausbildungsmanagement (RAM)" 100 junge Menschen auf den Weg zu einem Berufsabschluss gebracht. Ein voller Erfolg, auch wenn unser eigener Anspruch anfangs höher war. Zu einer Abschlussbilanz trafen wir führende Köpfe der im Kreis Unna relevanten Institutionen am Ausbildungsmarkt. Die Arbeitsmarktakteure der Region sind überzeugt, dass der modellhafte Ansatz von RAM sinnvoll und erfolgversprechend ist.

So berichtet die Presse:

Hellweger Anzeiger

Lokalkompass

Weitere Infos zu RAM


 

 

Das Jugendhilfe-Haus hat einen neuen Fitnessraum

Jungen Menschen neue Wege aufzeigen und sie ein Stück begleiten

Ausbildungsbetriebe gesucht: Werkstatt im Kreis Unna vermittelt Fachkräftenachwuchs

hier klicken zum Presseartikel

Eine Perspektive für Langzeitarbeitslose

hier klicken zum Presseartikel

"Sinnvolle Arbeit statt Arbeitslosigkeit finanzieren! - Sozialer Arbeitsmarkt gibt 200 Menschen eine neue Perspektive"

hier klicken zum Presseartikel

Wie der Soziale Arbeitsmarkt Langzeitarbeitslosen eine Perspektive bietet

hier klicken zum Presseartikel

Erst den Haushalt geschmissen und dann die Schule

Bratkartoffeln bis Linsengericht: Jugendliche blicken über fremden Tellerrand

Werkstatt stellt Neubau vor, der sich fast selbst finanziert

Presseartikel - Dritte Chance - Schule geschmissen? Ausbildung abgebrochen?

Tag der offenen Tür Produktionsschule in Bergkamen

Lehrstelle gesucht? So findest Du die passende Ausbildung!

Kurz vor Schuljahresende noch keine Berufsausbildung in Sicht? Lehrstelle gesucht und noch nicht gefunden? Ausbildungsfähigen Jugendliche bietet die Werkstatt im Kreis Unna jetzt umfassende Hilfen an: „So findest Du die passende Ausbildung!“ ist das Motto des Projektes „Regionales Ausbildungsmanagement“ (RAM). Die Lücke zwi-schen dem Lehrstellen-Angebot und der Nachfrage will ein breites Bündnis aus Wirtschaft, Arbeitsmarkt-Experten, Berufsschulen und Politik mit Hilfe der Werkstatt-Profis schließen.

„Die Initiative richtet sich vorwiegend an Jugendliche, die die schulischen Voraussetzungen für eine Ausbildung mitbringen, bisher jedoch keinen Ausbildungsplatz finden konnten“, sagt Hanna Stoewe, Abteilungsleiterin der Werkstatt. Für diese jungen Menschen hat „RAM“ ein umfassendes Angebot: „Wir bieten einen Kompetenzcheck, in dem Stärken und Interessen genau ermittelt werden. Danach begleiten unsere Ausbildungsmanager die Jugendlichen bei dem Weg in eine Lehrstelle. Sie helfen bei der Suche nach einem passenden Ausbil-dungsplatz, vermitteln Praktika.“ Und wenn dann die richtige Lehrstelle gefunden ist, unterstützen die Profis sowohl die Auszubildenden wie die Lehrbetriebe bis zu fünf Monate nach dem Ausbildungsstart.
Gleiche Unterstützung gibt es für Betriebe, die vielfach vergebens Auszubildende suchen: Ihr Nachwuchsbedarf wird detailliert aufgenommen, danach werden ihnen passgenaue Bewerber/innen vorge-stellt. Die Ausbildungsmanager der Werkstatt stehen beiden Seiten begleitend zur Verfügung, um so vorzeitigen Ausbildungsabbrüchen zu begegnen, die aktuell bei jedem 4. Ausbildungsvertrag zu verzeichnen sind.

Das Projekt „Regionales Ausbildungsmanagement“ der Werkstatt im Kreis Unna unterstützt Jugendliche und Betriebe

Projektwoche „Gegen Gewalt und Rassismus“ bei der Werkstatt im Kreis Unna

Regionales Ausbildungsmanagement der Werkstatt hilft mit Profis

 

 

Größter Weiterbildungsträger in der Region - Die "Werkstatt" wächst rasant

Tag der offenen Tür - Produktionsschule Hamm am 06. Juli 2017

hier klicken zur Pressemitteilung

Bundestagsabgeordneter Oliver Kaczmarek besuchte die Werkstatt im Kreis Unna