Inhalt

Zielgruppen und Angebote

Die stationäre Jugendhilfe der Werkstatt im Kreis Unna richtet sich an junge Menschen ab 12 Jahren, die im Rahmen der Jugendhilfe versorgt und gefördert werden müssen, und junge Erwachsene, die aufgrund ihres Entwicklungsstandes einen betreuten Lebensraum sowie erzieherische Unterstützung benötigen. Es werden Hilfen nach §42, §42a, §34 und §41 SGB VIII angeboten. Desweiteren ist eine stationäre Aufnahme von Teilnehmer*innen schulischer oder beruflicher Bildungsmaßnahmen im Rahmen der Jugendsozialarbeit nach §13 SGB VIII im Jugendwohnen möglich.

Inobhutnahme

Die Erstaufnahme zum Schutz eines unbegleiteten minderjährigen Flüchtlings regelt der §42a SGB VIII und führt zur vorläufigen Inobhutnahme. Eine anschließende Inobhutnahme nach §42 SGB VIII endet mit dem Abschluss des Clearingverfahrens und der Einleitung der individuell notwendigen Integrationsschritte im Rahmen eines Hilfeplans.

Hilfen zur Erziehung

In der Jugendhilfe werden Kindern und Jugendlichen, deren Erziehungsberechtigte aus unterschiedlichen Gründen ihrem Erziehungsauftrag nicht gerecht werden können, ein Schon- und Schutzraum geboten. In diesem sollen sie ihre eigenen Ressourcen entdecken und neue Entscheidungsspielräume erfahren.

Der Weg zur Kinder- und Jugendhilfe erfolgt über das Jugendamt. Dort wird ein Hilfeplan zusammen mit den Jugendlichen erstellt. Umfang und Dauer der Hilfeform sowie die Anzahl der Kontakte richten sich nach den Aufgaben und Zielen, die im Hilfeplangespräch gemeinsam mit allen Beteiligten festgelegt, regelmäßig überprüft und angepasst werden. Eine partnerschaftliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Mitarbeiter*innen der Jugendämter ist der Werkstatt im Kreis Unna ein besonderes Anliegen. Aufgabe ist es, die Jugendlichen bei der Bewältigung des Alltags zu unterstützen und sie bei der Integration in ein eigenverantwortliches Leben zu fördern.

Jugendwohnen im Rahme der Jugendsozialarbeit nach §13 SGB VIII

Das Jugendwohnen bietet jungen Menschen in schulischen oder beruflichen Bildungsmaßnahmen Unterkunft in sozialpädagogisch begleiteten Wohnformen. Das Angebot fokussiert sich auf die begleitenden Hilfen bei der Persönlichkeitsentwicklung sowie auf die Unterstützung schulischer Prozesse und beruflicher Orientierung. Eigenständiges Wohnen und sinnvolle Freizeitgestaltung sind weitere Förderbereiche.

Konkrete Angebote der WiKU zur Belegung

Regelgruppe in Unna nach §34 und §41 SGB VIII mit 8 Plätzen ab 12 Jahren sowie §42 SGB VIII (nur für UMF, für die der Wechsel in §34 vorgesehen ist)

Ein Schwerpunkt der Hilfen zur Erziehung in der Regelgruppe in Unna ist die Begleitung von Schulverweigerern. Durch individuelle Strategien wird eine Wiedereingliederung in das System der schulischen und beruflichen Bildung aktiv vorbereitet. Ebenso werden junge Flüchtlinge in der Clearingphase betreut sowie in Schule und Gesellschaft integriert.

Verselbständigung nach §34 und §41 SGB VIII mit 15 Plätzen ab 14 bzw. 16 Jahren in Unna und Bergkamen

In den Verselbständigungswohngruppen erhalten Jugendliche individuelle Hilfen zur schrittweisen Aufarbeitung der eigenen Lebenssituation und zum Entwickeln eigener Lebensperspektiven durch die Bezugsbetreuer*innen.

Jugendwohnen nach §13 SGB VIII mit 4 Plätzen ab 16 Jahren in Unna

Das Jugendwohnen bietet jungen Menschen ein stationäres Angebot, in dem sie Förderung und Begleitung bei schulischen Prozessen und beruflicher Orientierung erfahren.

Ambulante Fachleistungsstunden können bei Bedarf alle Angebote erweitern und eine Nachbetreuung nach der Beendigung der stationären Unterbringung gewährleisten sowie den Ablöseprozess aus der Jugendhilfe erleichtern.